Mit gerade mal 6.000 Hektar ist Franken zwar nur die sechstgrößte Weinbauregion Deutschlands, mit seinen Silvanern hat es sich aber – auch international – an die Spitze gebracht.
Wein wird fast ausschließlich im Nordwesten angebaut. Der größte Teil der Rebflächen befindet sich in Unterfranken, vor allem in den Tälern des Mains, zwischen Aschaffenburg im Nordwesten und Bamberg im Nordosten. Deswegen wird Mainfranken auch gern als Weinfranken bezeichnet. Bedingt durch das Klima wachsen am Untermain vor allem rote Rebsorten wie Früh- und Spätburgunder. Die besten Spätburgunder z. B. von Rudolf Fürst und Schmitt’s Kindern brillieren mit Finesse, Luftigkeit und seidigen Tanninen.
Das Maindreieck zwischen Gemünden, Marktbreit und Schweinfurt ist berühmt für seine großartigen Silvaner, die vor Mineralität, Frucht und Säure nur so strotzen (z. B. Max Müller I, Rudolf May, Horst Sauer, Rainer Sauer, Löwenstein, Bürgerspital). Auch aus dem Steigerwald kommen ehrliche, mineralische Silvaner. Der südlichste Teil des fränkischen Anbaugebiets, das Taubertal, überzeugt durch finessenreichen Müller-Thurgau (aus Muschelkalkboden) und fruchtigen hellroten Tauberschwarz, eine jahrhundertealte lokale Rebsorte, die ausschließlich in der Tauberregion angebaut wird.